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STARTUP STORY: Open Hippo GmbH - KI made in Augsburg

Künstliche Intelligenz verändert die Arbeitswelt rasant und eröffnet Unternehmen völlig neue Möglichkeiten. Gleichzeitig wachsen die Anforderungen an Datenschutz, Sicherheit und den souveränen Einsatz von KI-Technologien. Genau hier setzt die Open Hippo GmbH aus Augsburg an und entwickelt Lösungen, die Unternehmen einen unabhängigen und sicheren Einsatz von Künstlicher Intelligenz ermöglichen. Im Interview spricht Gründer und Geschäftsführer Dr. Thomas Fraunholz über die Entstehung von Open Hippo, die Herausforderungen eines KI-Startups und seine Erfahrungen aus dem Gründeralltag.

Dr. Thomas Fraunholz, Founder der Open Hippo GmbH

Dr. Thomas Fraunholz, Founder der Open Hippo GmbH


Wie ist die Idee zu Open Hippo entstanden und welches Problem wolltet ihr von Anfang an lösen?

  1. Die Idee ist bei einem CTF entstanden, bei dem es darum ging, die erste Generation von großen Sprachmodellen zu hacken. Dabei wurde eines von einem jungen Start-up in den USA gehostet, das gerade 20 Mio. an Finanzierung erhalten hatte. Und irgendwann um 3 Uhr nachts in San Francisco sind die Server ausgefallen und waren erst wieder verfügbar, als die Sonne über San Francisco aufgegangen ist. Da war mir klar: Das können wir besser.
  1. Welche Herausforderungen musstet ihr als junges KI-Startup bisher meistern und welche Learnings habt ihr daraus mitgenommen?

Eine gute Idee und Know-how zu haben ist das eine. Andere davon zu überzeugen, dass die Lösung einen Mehrwert bietet, das andere. Sales und Marketing ist ein Feld, das man als technischer Gründer gerne unterschätzt. Wichtig ist es, den Menschen zu vermitteln, dass man physisch existiert und nicht nur eine Webseite ist. Deswegen ist es wichtig, als Start-up auf regionalen Veranstaltungen Präsenz zu zeigen. Wir freuen uns deswegen besonders, dass das DZ.S den Start-ups aus der Region immer wieder Plattformen bietet, sich zu präsentieren. Das ist von unschätzbarem Wert.

 

  1. Gibt es ein Kundenprojekt oder einen Erfolgsmoment, bei dem euch klar wurde: Genau dafür haben wir Open Hippo gegründet?

Ich werde es persönlich nie vergessen, wie wir am ersten Tag des Betriebs des LEW Green Data Centers unseren Server als ersten in das Rechenzentrum stellen durften. Wirklich – wir haben den allerersten Server durch die Tür gefahren und zusammen mit den Mitarbeitern der LEW auf dem Gehäuse unterschrieben. Daran werde ich mich noch ewig erinnern, und auch hier gilt: Die Idee wurde physisch greifbar.

 

  1. Welchen Rat würdet ihr Gründerinnen und Gründern geben, die heute selbst ein KI-Startup aufbauen möchten?

Geht euren Weg und seid authentisch. Der Weg ist zu hart und lang, als dass man sich verbiegen könnte. Und schaut nicht zu sehr auf LinkedIn. Verfolgt eure Idee und lasst euch nicht zu sehr vom vermeintlichen Erfolg anderer ablenken. Und was man nicht unterschätzen darf: Es gibt immer wieder gute und schlechte Momente. Wichtig ist es zu wissen, dass beides nie lange anhält.

 

  1. KI ist momentan in aller Munde. Wie erlebt ihr den Hype rund um das Thema?

Wir haben das Glück, dass wir technologisch vorne weggehen und die aktuellen Trends deswegen gut einordnen können. Im Raum Augsburg sind wir durch unsere Erfahrungen im Green Data Center sicherlich die Nummer eins beim Hosting von KI-Modellen. Dadurch sind wir auch die erste Adresse in der Region, wenn es um den Betrieb lokaler KI geht. Da macht uns so schnell keiner etwas vor. Die Geschwindigkeit, mit der sich die Technologie aktuell entwickelt, ist atemberaubend. Heutzutage sind Dinge möglich, die vor drei Jahren undenkbar waren. Entgegen der allgemeinen Stimmung herrscht in der KI-Industrie ein Geist, der historisch vielleicht mit der Gründerzeit vergleichbar ist. Und in der Tat sehen wir in Augsburg viele neue Ideen und Unternehmungen – heute sagt man Start-ups.

 

  1. Zum Ende unseres Interviews interessiert uns noch: Was motiviert dich auch an schwierigen Tagen, weiterzumachen?

Das lachende Nilpferd! Wenn mich Leute fragen, wie das Logo entstanden ist, dann sage ich immer: Ich möchte mir und meinen Kunden damit ein Lächeln aufs Gesicht zaubern. Und bei mir funktioniert es noch immer!

 
Quelle: Das Intervie führte das DZ.S (Digitales Zentrum Schwaben) mit Dr. Thomas Fraunholz, Gründer der Open Hippo GmbH