Mittwoch, 14. April 2010 | News | Blog

Bund als Vorreiter bei Green-IT

Die Bundesverwaltung hat im vergangenen Jahr den Energieverbrauch für Informationstechnik um 14,2 Prozent gesenkt.

Die Bundesregierung hatte Ende 2008 auf dem nationalen IT-Gipfel beschlossen, in allen Ressorts bis 2013 den Energieverbrauch durch PCs, Laptops, Server und Peripheriegeräte um 40 Prozent zu reduzieren. Dabei geht es darum, die Stromaufnahme etwa durch intelligente Messtechnik in Gebäuden oder durch Videokonferenzen zu senken und den Energiehunger der IT selbst zu zügeln.

Für jeden Bildschirmarbeitsplatz pro Jahr und jeden der 600.000 Beschäftigten in der Verwaltung werden etwa 1000 kWh angesetzt. Dabei entstehen insgesamt rund 330 Tonnen Kohlendioxid.

So wird im Bundesverwaltungsamt werde momentan ein "Proberechenzentrum" aufgebaut, um Einsparpotenziale auszuprobieren und über Beratungsprojekte anwendbar zu machen.

Georg Bröhl, IT-Beauftragter des Wirtschaftsministeriums, sieht Einsparpotenziale in der Sensibilisierung von Mitarbeitern, der Abschottung von Kühlräumen oder dem Einsatz von Notebooks statt Desktop-Rechnern. Das Ressort erhielt heute eine von drei Auszeichnungen für "Leuchtturm-Projekte Green IT". Die anderen Preisträger waren die Bundesagentur für Arbeit, die als einer der größten Verbraucher mit 170.000 vernetzten Rechnern rund 30 Millionen kWh einsparen konnte, sowie ein Zusammenschluss des Netzwerks Green IT Berlin-Brandenburg mit der TU Berlin und dem Umweltbundesamt.

 

Quelle: www.heise-online.de